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Mehr als zwei Augen

Die Facettenaugen befinden sich an zwei Seiten des Insektenkopfes. Daher werden sie auch oft „Seitenaugen“ genannt. Die Position der Augen ist von art zu art unterschiedlich und kann sogar von Geschlechtern unterscheiden.
Durch das Bienenwaben ähnlichen Musters wird es daher manchmal auch „Netzauge“ genannt. Es besteht aus vielen Einzelaugen, den Ommatidien (Einzahl: Ommatidium). Durch die Kugelförmige Positionierung sieht jedes Auge in eine andere Richtung. Aber durch die unterschiedliche Evolution der Insekten sind sie meistens unterschiedlich groß. Bei schnell fliegenden und räuberischen Arten machen sie 70 bis 90 Prozent der Kopffläche aus. Mit jedem Einzelauge (Ommatidium) wird ein Bildpunkt gesehen. Bei den Insekten sind sie starr mit der Kopfkapsel.
Die Anzahl von Einzelaugen innerhalb eines Facettenauges unterscheidet sich von Art zu Art, manchmal auch innerhalb der Geschlechter einer Art. Bei der Glühwürmchengattung Lampyris z. B. haben die Weibchen insgesamt nur 600 Ommatidien, die Männchen haben bis zu 5000. Beim Junikäfer haben Weibchen 2700 pro Seite, Männchen 3700. Dieser Unterschied entstand meistens daraus, dass die Männchen bei der Paarung die Weibchen aufsuchen müssen. Die parasitoide Wespe Megaphragma mymaripenne, eines der kleinsten bis dato bekannten Insekten (0,2 mm Körperlänge), weist im Schnitt nur 29 Facetten pro Auge auf.
Generell haben schneller fliegende Insekten mehr Einzelaugen. Große Libellen haben bis zu 600.000 Ommatidien.
Der dioptrische Apparat des Einzelauges wird aus einer Chitinlinse und einem darunter liegenden Kristallkegel gebildet.
Im großen Fazit kann man sagen je größer und schneller ein Insekt ist, desto mehr Einzelaugen hat diese Spezies. und nicht zu vergessen haben die männlichen Insekten Meist viel mehr Einzelaugen als die Weibchen.

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