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Augenheilkunde

Vor über 3600 Jahren wurden schon gesetzliche Vorschriften verfasst, die Augenoperationen betrafen. Der babylonische bzw. assyrische Arzt sollte für eine erfolgreiche Operation eine Belohnung von 10 Schekel erhalten, wohingegen ihm bei Misserfolg (durch augenärztliche Kunstfehler) beide Hände abgehackt werden sollten. Die Augenheilkunde zählt auch heute noch zu den chirurgischen Teildisziplinen, obwohl mittlerweile sehr wirksame Medikamente und Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Mit den Operationen der Katarakte (Grauer Star) gehört die Augenoperation zu den häufigsten durchgeführten Operationen und gleichzeitig ist sie weltweit sehr kostenträchtig. Sie zählt zu den ältesten medizinischen Teildisziplinen und seine Bezeichnung ruht aus dem griechischen Auge oder Sehen, fachsprachlich Ophthalmologie oder Ophthalmiatrie.

Der Facharzt oder Ophthalmologe beschäftigt sich mit dem Auge und sein fachliches Werken wird doch die anatomischen Grenzen von vorne liegenden Lidern und Gesichtshaut bis hinten liegende Knochen der Augenhöhle. Darüber hinaus reicht das Fachgebiet bis an die Rückseite des Schädels wegen der Sehnervenbahnen und der Sehrinde. Dadurch bestehen enge Beziehungen zur Hals-Nasen-Ohren- Heilkunde sowie zur Dermatologie und Neurologie. Um moderne ophthalmologische Untersuchungen durchführen zu können braucht der Ophthalmologe eine hochentwickelte, umfangreiche, technische apparative Ausstattung. Die wichtigsten Untersuchungsgeräte sind die Spaltlampe. Dabei handelt es sich um ein spezielles Steuer- und Beleuchtungssystem das einem stark vergrößerndem Stereomikroskop angeschlossen ist. Schon aus den Papyrusschriften der ägyptischen Medizin findet man Aufzeichnungen über augenheilkundliche Therapieanweisungen.

Rezeptsammlungen wurden gefunden die sich auf die Augenleiden der Altgriechen bezogen. Herophilos von Chalkedon 8um 300.v.Chr.) beschrieb als erster den Sehnerv. Für das antike Rom ist die Behandlung von Augenerkrankungen bzw. -verletzungen nachgewiesen. So soll nach Aufzeichnungen zufolge der damals bedeutendste griechische Chirurg Antyllos um 140 n. Chr. in Rom den Grauen Star operiert sowie diverse chirurgische Eingriffe zur Behandlung von Tränenfisteln und Rolllidern durchgeführt haben. Aulus Cornelius Celsus beschrieb die typische Färbung der Lederhaut des Auges bei Gelbsucht.
Seit dem Mittelalter wurden augenärztliche Behandlungen von sogenannten Handwerkschirurgen durchgeführt. Hier entstand die Bezeichnung Starstecher.

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